FRIEDRICH-EBERT-STIFTUNG ZENTRALASIEN

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Aufbau einer neuen politischen Kultur

Arbeitsschwerpunkte

Der Aufbau einer neuen politischen Kultur ist das Herzstück der Tätigkeit der Friedrich-Ebert-Stiftung in Zentralasien. Im Sinne der sozialdemokratischen Leitidee setzt sie sich für politische und gesellschaftliche Bildung von Menschen aus allen Lebensbereichen ein. Die Arbeit der Stiftung konzentriert sich auf vielfältige Themengebiete, die mit Hilfe von Seminaren, Workshops, Projekten oder Konferenzen nachhaltig und im Sinne einer freiheitlich-demokratische Grundordnung etabliert werden sollen. Dafür ist eine enge Zusammenarbeit, sowohl mit staatlichen als auch mit nichtstaatlichen Institutionen, NGOs, Journalisten und Bildungseinrichtungen notwendig.

Zu den Kernthemen der Friedrich-Ebert-Stiftung in Zentralasien zählt zum einen der Bereich „Politische Bildung“. Dazu werden Seminare und Workshops organisiert oder die Veröffentlichung von Publikationen unterstützt. Die Friedrich-Ebert-Stiftung schafft eine Plattform für junge Journalisten und Wissenschaftler, ihre Meinung in die Debatte einzubringen und erweitert auf diese Weise den vorherrschenden Meinungskanon. Daneben beschäftigt sich die Stiftung mit der Fort- und Weiterbildung von Mitarbeitern gesetzgebender Organe.

Ein weiteres Kernthema der Friedrich-Ebert-Stiftung ist die "Etablierung freier Medien". Da die Meinungs- und Informationsfreiheit in den meisten zentralasiatischen Republiken nur geringfügig entwickelt und sehr instabil ist, werden Seminaren und Workshops durchgeführt, die den Journalisten ihre rechtliche Situation verdeutlichen und eine öffentliche Debatte zum Thema Pressefreiheit anregen.

Um Demokratie und Transparenz zu fördern, legt die Friedrich-Ebert-Stiftung einen weiteren Fokus auf die Auseinandersetzung mit dem Thema „Rechtsstaatlichkeit“. Im besonderen Blickpunkt befinden sich hierbei die Weiterbildung von Richtern in Usbekistan und Tadschikistan, die Reform des Strafrechts in Kirgisistan und die Verwaltungsrechtsreform in Kasachstan und Usbekistan. Diese Projekte führt die Friedrich-Ebert-Stiftung gemeinsam mit dem GIZ-Büro Bremen durch.

Desweiteren nehmen die Themen Gender, Religion und Staat eine große Rolle innerhalb der Arbeit in Zentralasien ein. So unterstützt die Friedrich-Ebert-Stiftung Projekte, welche die Schaffung eines Dialoges zwischen Frauen aus Zentralasien und Deutschland zum Ziel haben. Auch die Rechte der Frau in einer demokratischen Gesellschaft werden im Rahmen von Projekten der Friedrich-Ebert-Stiftung - insbesondere in Usbekistan - wiederholt thematisiert.

Um auf das schwierige Verhältnis zwischen Staat und Religion hinzuweisen, veranstaltet die Friedrich-Ebert-Stiftung jedes Jahr die „Samarkand-Konferenz“. Fachleute aus Deutschland, Europa und dem Nahen Osten diskutieren dabei mit Vertretern unter-schiedlicher Glaubensrichtungen sowie staatlichen Institutionen über das gegenseitige Verständnis und das Leben miteinander. Selbst über 20 Jahre nach Erlangung der Unabhängigkeit fällt es beiden Seiten nicht immer leicht ein konfliktfreies Zusammen-leben zu gestalten.

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