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Arbeitsschwerpunkte
Die Friedrich-Ebert-Stiftung sieht in der „regionalen Zusammen- arbeit“ ein zentrales Element für die Entwicklung der Makroregion Zentralasien und orientiert sich in diesem Punkt an den in den geschaffenen Strukturen innerhalb der Europäischen Union. Diese soll sowohl auf dem politischen als auch für den wirtschaftlichen Sektor sowie im Bereich Umweltpolitik den zentralasiatischen Staaten als Vorbild dienen.
In Zentralasien spielt regionale Kooperation besonders im Bereich der „Wasser- und Energieversorgung“ eine entscheidende Rolle. Nachdem in den Zeiten der Sowjetunion ein rigoroser Raubbau an den Naturressourcen betrieben wurde, gilt es heute einen gemeinsamen, vernünftigen und regenerativen Ansatz für den Umgang mit der Umwelt im Allgemeinen und den lebensnotwendigen Wasser- und Energiereserven im Besonderen zu finden.
Ebenso möchte die Friedrich-Ebert-Stiftung mit Projekten in diesem Themenbereich die Vernetzung von zentralasiatischen NGOs fördern. Auf diese Weise soll ein Wissens- und Erfahrungsaustausch der Institutionen angeregt werden, der wiederum zu einer effizienteren und wirkungsvolleren Arbeit einzelnen Organisationen genutzt werden kann.
Einen weiteren Aspekt innerhalb des Konzepts der regionalen Zusammenarbeit stellt die „Sicherheit und Stabilität“ der zentralasiatischen Region dar. Die Friedrich-Ebert-Stiftung sieht sich als Moderator zwischen den Regierungen und den Nichtregierungsorganisationen und erfüllt die Aufgabe, einen Dialog zwischen beiden Positionen anzuregen. Konferenzen und Rundtischgespräche stellen dabei nur zwei Möglichkeiten zur Förderung der Kommunikation dar. Daneben trägt auch die Unterstützung von Wissenschaft und Forschung ihren Teil zu Dialog und Meinungsaustausch bei und wird von der Friedrich--Ebert-Stiftung als unerlässlicher Teil ihrer Arbeit angesehen.
Die Themen „Korruption" sowie „Religion und Staat“ sind schließlich Komponenten, die dem Bereich Sicherheit notwendigerweise zuzuordnen sind. Korruption führt langfristig zu erheblichen Transaktionskosten, dem Verlust an Effizienz, Geldern und Energie. Jedoch stellt sie in den zentralasiatischen Gesellschaften - nach wie vor - ein großes Problem dar. Durch wirtschaftsfördernde Maßnahmen strebt die Friedrich-Ebert-Stiftung auch hier eine Verbesserung der Situation an.